Annuitätendarlehen und Tilgungsdarlehen

Beide Begriffe, Annuitätendarlehen und Tilgungsdarlehen, werden mitunter miteinander vermengt. Es handelt sich aber um unterschiedliche Kreditarten.

Tilgungsdarlehen

Während beim Annuitätendarlehen die Kreditrate über die gesamte Laufzeit des Kredits konstant bleibt (gleich bleibende Zinsen unterstellt), bleibt beim Tilgungsdarlehen die Tilgungsleistung gleich.

Zur Berechnung der Tilgungsrate wird der Kreditbetrag durch die Anzahl der  vorgesehenen Tilgungsrate dividiert.

Beispiel: Ein Tilgungsdarlehen über 60.000 Euro läuft über 5 Jahre und die Leistungsraten sollen monatlich erfolgen. Dann beträgt die Tilgungsrate konstant 1.000 Euro pro Monat.

Die konstante Tilgungsrate bewirkt, dass sich die monatliche Belastung (Zinsen und Tilgung) für den Kreditnehmer verringert.

Denn die Zinsen werden selbstverständlich nur noch auf die jeweilige Restschuld erhoben. Regelmäßig werden die Zinsen den Kreditnehmern gesondert berechnet. Das Tilgungsdarlehen wird auch Abzahlungsdarlehen genannt.

Annuitätendarlehen

Beim Annuitätendarlehen hingegen bleibt die Höhe der Kreditraten während der gesamten Laufzeit des Kredits gleich. Die Kreditrate, genauer Annuitätenrate oder kurz Annuität, beinhaltet einen Zinsanteil und einen Tilgungsanteil.

Mit jeder Rate wird ein Teil des Kredites getilgt, so dass sich mit der Zeit der Zinsanteil zugunsten des Tilgungsanteils verringert. In aller Regel beträgt die Tilgung im ersten Jahr wenigstens 1 % der Kreditsumme. Rein theoretisch steigt sie dann zum Ende des letzten Jahres der Laufzeit auf 100 %.

Fast alle Kredite des täglichen Lebens auch Baukredite oder Hauskredite sind Annuitätendarlehen.