Auslandskredit

Früher war der Auslandskredit immer mit einem Währungsrisiko behaftet. Seit Einführung des Euro muss der Auslandskredit nicht mehr ein Fremdwährungskredit sein.

Einen Auslandskredit kann grundsätzlich jeder aufnehmen. Oft sind die Bedingungen eines Auslandskredit besser als in Deutschland. Auch eine Schufaauskunft kann wegfallen.

Allerdings ist es nicht so einfach, an einen Auslandskredit zu kommen. In der Regel wollen die Banken ihre Kreditkunden kennen lernen und man muss dann zur ausländischen Niederlassung der Bank reisen. Eine weitere Möglichkeit ist, einen auf Auslandskredite spezialisierten Kreditvermittler einzuschalten.

Der berechnet regelmäßig jedoch eine Vermittlungsgebühr, die sehr teuer sein kann. Immer wenn Vermittlungsgebühren oder Zahlungen vor dem eigentlichen Kreditabschluss verlangt werden, ist Vorsicht geboten.

Unterdessen ist eine EG Richtlinie in Arbeit, die die Aufnahme von Auslandskrediten für Verbraucher erleichtern soll. Sie soll für Privatkredite zwischen 200 und 75.000 Euro gelten, es soll nur noch ein einziges Formular ausgefüllt werden müssen, und dem Kreditnehmer soll ein 14tägiges Widerrufsrecht zustehen.

Von der EG Richtlinie werden Hauskredite und Baukredite nicht umfasst. Auch hier ist ein Auslandskredit möglich und unter Umständen günstiger als in Deutschland. Grundsätzlich ist als Sicherheit eine Lebensversicherung abzuschließen. Eine Grundschuld wird nicht eingetragen.

Schufafreie Kredite oder Kredite ohne Schufa sind ebenfalls Auslandskredite. Es handelt sich um Kleinkredite mit Höchstsummen bis zu 5.000 Euro, meistens aus der Schweiz. Deshalb werden sie auch Schweizer Kredite genannt.