Bonität verbessern

Mit schlechter Bonität ist es manchmal recht schwierig, am Wirtschaftsleben teilzunehmen. Kredite werden nur zu teuren Konditionen oder überhaupt nicht ausgegeben.

Selbst bei alltäglichen Geschäften, wie der Abschluss eines Mietvertrages, eines Ratenkaufs oder eines Telekommunikationsvertrages, kann es Schwierigkeiten geben. Die Frage ist also, wie kann man seine Bonität verbessern?

Bonitätskategorien

Die Bonität oder die Kreditwürdigkeit einer Person wird zunächst einmal von seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bestimmt. Einkommen, Gehalt, Vermögen, Güterstand sowie bestehende Verbindlichkeiten bestimmen die Bonität.

Doch häufig stellen selbst Personen mit eigentlich geordneten Finanzen fest, dass ihnen ein Kredit oder der Abschluss eines Ratenkaufs verwehrt wird. Der Grund liegt in der „schlechten Schufa“.

Eine Schufaauskunft gibt Aufschluss über die so genannte persönliche Bonität. Die Schufadatei enthält Angaben über die persönlichen Verhältnisse wie Alter und Wohnort, über von den Vertragspartnern der Schufa gemeldete wirtschaftliche Aktivitäten und darüber, ob Verträge eingehalten werden oder nicht.

Außerdem ermittelt die Schufa unterschiedliche Scorewerte: Basisscores, Branchenscores und in gewissen Fällen neuerdings auch Geoscores.

Aus all diesen Daten werden Schlüsse gezogen, ob die betreffende Person zuverlässig ist und ob damit zu rechnen ist, dass sie beispielsweise das Darlehen ordnungsgemäß zurückzahlen wird.

Nicht selten ist es allein der Inhalt der Schufaauskunft, der einen Kredit oder ein anderes Rechtsgeschäft scheitern lässt.

SCHUFA Bonität durch Eigenauskunft feststellen.

Hier geht es darum, wie man die persönliche Bonität, die Schufa Bonität, verbessern kann. Der erste Schritt ist, die Bonität zu prüfen, indem man eine Schufa Eigenauskunft einholt.

Die Selbstauskunft kann auf der Website der Schufa einmal jährlich kostenlos bestellt werden. Sie nennt sich Datenübersicht nach Paragraph 34 Bundesdatenschutzgesetz und springt nicht so ganz gleich ins Auge. Hier die Adresse:
https://www.meineschufa.de/index.php?site=11_3.

Überprüfung der Schufaeinträge

Danach müssen die Angaben in der Schufa Datei auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft werden. Erhebungen haben ergeben, dass Fehler nicht selten sind.

Das liegt nicht allein an der Schufa selbst, sondern häufig an den Vertragspartnern, die der Schufa die Daten zur Verfügung stellen.

Unzutreffende Daten, und sei es auch nur der Wohnort, müssen berichtigt werden. Fehlende Daten, über Vertragsabschlüsse beispielsweise, sollten ergänzt werden.

Vor geraumer Zeit wurde zum Beispiel in der Presse berichtet, dass jemandem ein Kreditkartenkredit verweigert wurde, weil in der Schufa Datei kein Girokonto eingetragen war. Die betreffende Person hatte einige Jahre im Ausland gearbeitet und deshalb unvorsichtigerweise sein Girokonto bei seiner deutschen Bank abgemeldet. Der Fall zeigt: Wichtig ist, dass alle neutralen und positiven Daten vollständig in der Schufa Datei enthalten sind.

Schließlich ist wichtig, die Einhaltung der Löschfristen zu überprüfen, und ob man negative Schufaeinträge vorzeitig löschen lassen kann. Welche Löschfristen es gibt, kann man der Homepage der Schufa entnehmen.

SCHUFA Score

Der Schufa Scorewert ist ein weiteres wichtiges Thema. Ihn zu beeinflussen, ist ausgesprochen schwierig, denn seine Ermittlung bleibt trotz Verbesserungen im Datenschutzrecht nach wie vor das Geheimnis der Auskunfteien.

Für die Berechnung kann allerdings nur das herangezogen werden, was sich aus der Schufadatei ergibt. Bedeutend scheint wohl unter anderem zu sein, dass die Schufaeinträge einen vernünftigen Umgang mit den eigenen Finanzen erkennen lassen.

Dazu gehört selbstverständlich ein vertragsgemäßes Verhalten aber auch, dass man Erfahrungen in Finanzdingen gesammelt hat.

So wird möglicherweise positiv gewertet, wenn man einen Kredit ordnungsgemäß bedient hat und beim Girokonto den Dispo Rahmen nicht überzieht oder all zu häufig in Anspruch nimmt.

Vor allem bei der Kreditaufnahme wird gute Bonität vorausgesetzt. So genannte bonitätsunabhängige Kredite mit ausnehmend guten Konditionen werden in der Regel nur an Personen mit sehr guter Bonität vergeben.

Besonders wer eine größere Darlehensaufnahme beabsichtigt, sollte rechtzeitig durch eine Schufaauskunft die eigene Bonität prüfen und sich überlegen, ob und wie er seine Bonität verbessern kann.