Finetrading oder Reverse-Factoring

Eine verhältnismüßig neue Form der Wareneinkaufsfinanzierung erfreut sich bei Unternehmen in Deutschland zunehmender Beliebtheit: Finetrading, auch Reverse-Factoring genannt.

Finetrading eignet sich für Unternehmen mit guter Bonität, die keine Lust auf umständliche Kreditantragsverfahren und teuere Kredite haben oder die trotz vorhandener Kreditwürdigkeit Kredite zu angemessenen Bedingungen nicht erhalten. Auch solchen Unternehmen fehlt bisweilen die Liquidität zum sofortigen Begleichen von Warenrechnungen.

Häufig sind die Mittel gebunden in kurz- oder mittelfristigen Anlagen und ausstehende Forderungen. Die deshalb notwendige Einkaufsvorfinanzierung kann sehr gut durch Finetrading bewerkstelligt werden.

 

Finetrading: Kurzbeschreibung

 

Finetrading oder Reverse-Factoring ist ein Dreiecksgeschäft, bei dem der Finetrader als eine Art Zwischenhändler fungiert. Im Auftrag des ihn beauftragenden Unternehmens (Kunde) bestellt der Finetrader die Ware beim Lieferanten auf eigene Rechnung und begleicht die Ware sofort. Dadurch kommt der Kunde in den vollen Genuss des Skontos. Das liegt regelmäßig zwischen 2 – 3 % bei einer Zahlung innerhalb von 7 – 14 Tagen.

 

Reverse-Factoring verursacht oft keine Finanzierungskosten.

 

Mit dem Betrag des Skontos können die Kosten des Finetradings, die dem Finetrader geschuldet werden, je nach Fallgestaltung ganz oder teilweise beglichen werden. Deckt sich die Dauer der Vorfinanzierung mit dem vom Lieferanten gewährten Zahlungsziel, entstehen sehr häufig für den Kunden im Ergebnis überhaupt keine echten Finanzierungskosten. Er hat Liquidität für eine Übergangszeit und steht so da, als hätte er das Zahlungsziel des Lieferanten voll ausgeschöpft.

Beim Finetrading vergibt der Finetrader an den Kunden ein Limit und berechnet dafür eine Stundungsgebühr, meistens in Höhe von 0,5 bis 1,75 % monatlich. Die vereinbarte Dauer der Stundung variiert. Einige Finetrading-Anbieter gewähren Stundungen bis zu 120 Tagen. Die Bedingungen des Finetradings werden individuell ausgehandelt und hängen vom Bestellvolumen sowie der Bonität ab.

Finetrader, wie die WCF Finetrading AG, bieten flexible Verträge, die das Finetrading günstiger machen können als einen Bankkredit.