Lebensversicherung beleihen

Seine Lebensversicherung zu beleihen, ist ein Weg zu einem günstigen Kredit bei angeschlagener Bonität.

Als Sicherheiten akzeptiert werden allerdings nur Lebensversicherungen mit einer Kapital bildenden Komponente (Kapitallebensversicherungen). Ist eine solche Lebensversicherung vorhanden, bieten sich zwei Möglichkeiten.

Beleihen gegen Abtretung oder Verpfändung

Man kann die Kapitallebensversicherung bei der Bank oder der Sparkasse als Sicherheit hinterlegen. Die Bank wird dann einen günstigen Kredit gewähren, unabhängig von dem Ergebnis der Bonitätsprüfung.

Voraussetzung ist, dass die Rechte aus der Versicherungspolice für den Fall abgetreten werden, dass der Kredit nicht ordnungsgemäß bedient wird. Die Banken gewähren in der Regel einen Kredit in Höhe von 80 % des Rückkaufswertes.

Möglich ist auch die Einschaltung eines spezialisierten Anbieters des so genannten Zweitmarktes, um die Lebensversicherung zu beleihen. Einige davon sind auch bereit, die Lebensversicherung zu kaufen. Das ist für den Verkäufer in der Regel aber kein gutes Geschäft.

Aufnahme eines besonderen Policenkredits

Die zweite Möglichkeit ist die Aufnahme eines Policendarlehens bei der Versicherungsgesellschaft. Auch dieses Darlehen ist auf die Höhe des Rückkaufswertes begrenzt.

Das Policendarlehen ist praktisch  eine zu verzinsende Vorauszahlung auf die spätere Versicherungsleistung. Das Darlehen kann entweder zu einem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt abgelöst oder bei Fälligkeit der Kapitallebensversicherungverrechnet werden. Policenkredite werden auch von Policenhändlern auf dem Zweitmarkt angeboten.

Gleichgültig ob man die Lebensversicherung beleiht oder ein Policendarlehen vorzieht, der Vorteil gegenüber einem Verkauf ist, dass die Versicherungsleistung erhalten bleibt.