Restschuldversicherung

Eine Restschuldversicherung dient dem Kreditgeber als zusätzliche Kreditsicherheit. In einigen Fällen, vor allem bei hohen langfristigen Krediten wie z.B. Hauskrediten, kann auch der Kreditnehmer an einer solchen zusätzlichen Absicherung Interesse haben.

Kreditlebensversicherung und Restkreditversicherung sind andere Begriffe für die Restschuldversicherung.

Definition

Dabei handelt es sich um Risikolebensversicherungen, die im Zusammenhang mit der Kreditvergabe abgeschlossen werden.

Meistens tritt der Kreditnehmer einer Gruppenversicherung bei, die der Kreditgeber oder der Kreditvermittler abgeschlossen hat.

Versicherungsfähige Risiken sind neben dem Todesfall zum Beispiel auch schwere Krankheit, Invalidität durch Unfall, Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit.

Welche Risiken in die Restschuldversicherung einbezogen werden, ist unterschiedlich. Bisweilen kann der Kreditnehmer unter mehreren Varianten auswählen. Tritt der Versicherungsfall ein, übernimmt die Restschuldversicherung die Begleichung der Restschuld.

Manchmal werden auch weitere Leistungen übernommen, wie etwa Wiedereingliederungsmaßnahmen bei einem Unfall oder schwerer Krankheit.

Bei Risikolebensversicherungen wird meist eine Prämie gezahlt, die in den  Kredit einbezogen wird. Handelt es sich um Kontokorrentkredite oder revolvierende Kredite, wird jeweils eine Monatsprämie errechnet, deren Höhe sich an der monatlichen Kreditsumme orientiert.

Restschuldversicherung macht Darlehen teuer.

Eine Risikolebensversicherung kann einen Kredit erheblich verteuern. Manch ein Kreditangebot zu besonders günstigen Bedingungen, stellt sich dann am Ende doch als recht teuer heraus, weil dem Kreditnehmer der Abschluss einer Restschuldversicherung nahe gelegt wird.

Nur wenn die Versicherung zwingend mit der Kreditvergabe verkoppelt ist, müssen derzeit deren Kosten in den Effektivzins eingerechnet werden.

Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Finanzdienstleister ansehnliche Provisionen für den Abschluss einer Restschuldversicherung erhalten und diese Versicherungen deshalb offensiv angeboten werden.

Außerdem verbessert sich das Kreditscoring durch die zusätzliche Kreditsicherheit in den allermeisten Fällen nicht. Zu beachten sind auch diverse Ausschlussfristen, Wartezeiten und Karenzzeiten, die den Versicherungsschutz erst nach Ablauf einer gewissen Frist wirksam werden lassen.

Restkreditversicherung selten zu empfehlen.

Verbraucherschützer vertreten die Auffassung, dass eine Restkreditversicherung im Allgemeinen ebenso teuer wie überflüssig ist. Dem kann man zustimmen.

In Ausnahmefällen mag die zusätzliche Kreditsicherung vernünftig sein, vor allem, wenn hohe Kreditsummen wie bei der Hausfinanzierung im Spiel sind oder ein Einzelverdiener für eine große Familie sorgen muss.

Allerdings ist dann die erste Frage, ob nicht eventuell bestehende Lebensversicherungen ausreichen. In jedem Fall sollte man sich die Kosten und Leistungen der Restschuldversicherung genau erläutern lassen.