Schufa Selbstauskunft verbessert

Der Umfang der Schufa Selbstauskunft ist verbessert worden oder soll nach dem neuesten Entwurf des Bundesdatenschutzes gesetzlich verbessert werden.

Bisher war es so, dass derjenige, der einen Account auf derSchufa-Online-Plattform eingerichtet hat, verhältnismäßig einfach Schufa Eigenauskunft und Basisscore abfragen kann.

Eine Abfrage – sechs Auskünfte

Seit kurzem ist es möglich, auch Eigenauskünfte über Daten, diefünf weitere große Wirtschaftsauskunfteien – von insgesamt 60 in Deutschland – gesammelt haben, zu bestellen.

Zur Verfügung steht dieser Service für die Daten bei Creditreform, Infoscore, accumio, Bürgel Wirtschaftsinformationen und Deltavista.

Die angeforderten Selbstauskünfte werden über die Schufa bestellt, die aber nach eigenen Angaben keinen Einblick in die Daten erhält. Abgerechnet wird der Service direkt mit der jeweiligen Auskunftei. Bei Creditreform kostet das zurzeit 7,60 Euro, bei den anderen soll der Service kostenfrei sein.

Basisauskunft über Scorewert

Im Entwurf des neuesten Bundesdatenschutzes ist auch eine Regelung zu Auskünften über den Scorewert enthalten.

Wird der Entwurf Gesetz, so ist die Schufa verpflichtet, bei einer Schufa Selbstauskunft einzelfallbezogene Informationen über die Zusammensetzung des Scorewertes zu geben, die allerdings weiter allgemein gehalten werden dürfen.

Verbraucherschützer fordern hier Nachbesserungen. Scorewerte, von denen es neben dem Basisscore noch weitere gibt, z.B. branchenbezogene, werden mit Hilfe aufwendiger statistischer Verfahren ermittelt.

Die Schufa meint, auf diese Weise vorhersehen zu können, ob ein Verbraucher seine Verpflichtungen einhält, oder ob es dabei Probleme geben kann.

Das Gestz zur Schufa Selbstauskunft wurde unterdessen beschlossen.

Für manche Banken und Telekommunikationsunternehmen (Handyverträge, Kredite) hat der Sorewert gottähnlichen Charakter. Der Scorewert entscheidet, ob es zum Vertragsabschluß kommt oder nicht.

Verbraucherschützer: Mehr Transparenz erforderlich

Verbraucherschützer fordern deshalb die Offenlegung auch der Details zum Scorewert im Rahmen einer Schufa Selbstauskunft. Andernfalls könnten Verbraucher nicht erkennen, weswegen der Vertrag verweigert wird.

Ihnen wird außerdem die Möglichkeit verwehrt, ihr bisheriges Verhalten zu ändern. Die Schufa begründet demgegenüber ihre Geheimhaltungsstrategie mit dem Hinweis, die Scoring Berechnung sei ihr Geschäftsgeheimnis.

Bisher scheint diese Strategie erfolgreich zu sein. Die Verbraucher werden sich wohl auch zukünftig mit allgemeinen Angaben zum Scorewert zufrieden geben müssen, wenn sie eine Schufa Selbstauskunft verlangen.