Mit 1000 Euro monatlich können Sie hohe Summen ansparen. Voraussetzung ist die Auswahl der passenden Anlageklassen und Durchhaltevermögen.

Wenn Sie regelmäßig 1000 Euro monatlich in ETFs anlegen, ist mit einem ausgewogenen Portfolio eine Rendite von 6 % und mehr möglich und nach 30 Jahren können Sie über knapp 1 Million Euro verfügen.

In diesem Beitrag finden Sie Musterbeispiele, Informationen und Tipps, wie Sie Ihre Sparziele erreichen können.

Instrumente – Sparpläne

Mit 1000 € monatlich in einzelne Werte zu investieren, ist nicht praktisch und zudem unnötig risikoreich. Deutlich besser sind Sparpläne von unterschiedlichen Anbietern.

ETF-Sparpläne

ETFs (Exchange Traded Funds) sind eine beliebte Wahl für Anleger mit begrenztem Budget. Sie bieten eine breite Diversifizierung und erfordern keine großen Kapitaleinlagen.

ETFs mit globaler Diversifizierung können durchschnittlich Renditen von 5 % bis 7 % erzielen. Dies ergeben Untersuchungen über die Wertentwicklung von ETFs in den vergangenen zehn Jahren.

Sparpläne machen es möglich, mit 1000 € regelmäßig in mehrere ETFs Ihrer Wahl zu investieren.

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Robo-Advisor

Die Robo-Advisors sind eine attraktive Lösung für diejenigen, die sich unsicher sind, wie sie ihr Geld am besten investieren sollen. Diese automatisierten Anlageplattformen verwenden Algorithmen, um Anlagestrategien zu entwickeln, die auf den individuellen Zielen und Risikotoleranzen basieren.

Robo-Advisors investieren in der Regel ebenfalls in ETFs und bieten teilweise über zehn Anlagestrategien.

Laut einer Umfrage von Deloitte haben Robo-Advisors in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen, da sie eine kostengünstige und benutzerfreundliche Möglichkeit bieten, in den Markt zu investieren.

>> Den passenden Robo-Advisor finden Sie mit unserem Vergleich.

Die Auswahl der Assetklassen

Bei der Entscheidung, wie Sie Ihre 1000 € pro Monat investieren möchten, stehen Ihnen verschiedene Assetklassen zur Verfügung. Es ist wichtig, ein ausgewogenes Portfolio zu erstellen, das sowohl Rendite als auch Diversifikation bietet. Hier sind einige Optionen, die Sie in Betracht ziehen können:

Aktien: Aktien bieten langfristig eine der besten Renditen. Sie können einzelne Aktien kaufen. Besser aber investieren Sie in Indexfonds (ETFs), die in ein breites Portfolio von Aktien diversifiziert sind. Risiko: Mittel bis Hoch.

Anleihen: Anleihen gelten als sicherere Anlageklasse und bieten regelmäßige Zinszahlungen. Sie können Staatsanleihen, Unternehmensanleihen oder Anleihenfonds (Anleihe-ETFs) in Betracht ziehen. Risiko: je nach Zusammensetzung des Fonds niedrig bis mittel.

Immobilien: Investitionen in Immobilien können gute Renditen bieten. Eine Geldanlage in Einzelimmobilien oder Immobilienfonds ist aber mit hohen Risiken verbunden. Besser eignen sich Reits: Risiko bei Reits: niedrig bis mittel.

Rohstoffe:  Rohstoffe wie Gold, Silber oder Öl können eine Absicherung gegen Inflation bieten und zur Diversifikation eines Portfolios beitragen. Risiko: hoch.

Kryptowährungen:  Obwohl sie volatil sind, haben Kryptowährungen wie Bitcoin in den vergangenen Jahren erhebliche Renditen erzielt. Sie sollten jedoch vorsichtig sein und, wenn überhaupt, nur einen kleinen Teil Ihres Portfolios in Kryptowährungen investieren. Risiko: hoch

Sachwerte als alternative Anlagemöglichkeiten: In Betracht kommen Antiquitäten, Kunstwerke, wertvolle Uhren, exquisite Weine und anderes. Alternative Anlagemöglichkeiten sind spekulativ. Risiko: hoch

Die Auswahl der Assetklassen ist abhängig von Ihren persönlichen Zielen, Ihrer Risikobereitschaft und Ihrer Anlagestrategie. Eine sorgfältige Recherche und gegebenenfalls Beratung durch einen Fachberater oder einen Mitarbeiter bei einem Robo-Advisor können dabei helfen, die passenden Assetklassen zu finden.

Beispiele für Portfolios bei einer monatlichen 1000 Euro Geldanlage (keine Empfehlungen)

Ein diversifiziertes Portfolio streut das Risiko über verschiedene Assetklassen und verringert die Auswirkungen von Marktschwankungen. Mit einer Kapitalanlage von 1000 Euro monatlich können Sie theoretisch in alle oben aufgeführten Assetklassen investieren.

Unseres Erachtens ist es aber besser und übersichtlicher, sich auf Aktien-ETFs und Anleihe-ETFs zu beschränken, wenn nur kleinere Beträge zur Verfügung stehen.

Aktien und Anleihen entwickeln sich in der Regel gegenläufig, sodass durch eine Mischung aus beiden Anlageklassen angemessene Renditen bei einer vernünftigen Risikostreuung erreicht werden. Ganz vorsichtige Anleger können den Anleihe-Anteil auch durch Festgeld ganz oder teilweise ersetzen.

Tipp:

Investieren Sie in thesaurierende ETFs, die Erträge nicht ausschütten, sondern automatisch reinvestieren. Dies führt zu einem sofortigen Zinseszinseffekt.

Investieren Sie in ETFs, die breit aufgestellt sind. Als Aktien-ETF eignen sich besonders ETFs, die den SCI World abbilden. Anleihe-ETFs sollten nur Indizes aus der Eurozone abbilden, um Währungsrisiken zu vermeiden.

Defensiv ausgerichtetes Portfolio: hohe Sicherheit – geringe Rendite

  • Anleihe-ETFs oder Festgeld: 750 Euro (75 %)
  • Aktien-ETFs: 250 Euro (25 %)

Ausgewogenes Portfolio: gute Sicherheit – angemessene Rendite

  • Anleihen oder Festgeld: 500Euro (50 %)
  • Aktien-ETFs: 500 Euro (50 %)

Offensives Portfolio: hohe Rendite – mittleres bis hohes Risiko

  • Aktien-ETFs: 1000 Euro (100 %)

Breit diversifiziertes Portfolio – mittleres bis hohes Risiko

Zur Information hier noch ein Beispiel für ein mit praktisch allen Anlageklassen breit diversifiziertes Portfolio. Für den Aufbau eines solchen Portfolios reicht ein monatlicher Sparbetrag von 1000 € aus:

  • 40 % in Aktien-ETFs
  • 30 % in Anleihe-ETFs
  • 20 %% in Reits
  • 10 % in einen Rohstofffonds

Mit Robo-Advisors können Sie in gleich oder ähnlich zusammengesetzte Portfolios investieren, ohne mehrere Sparverträge abschließen zu müssen.

Ansparphase und Sparguthaben

Folgende Tabelle zeigt beispielhaft, wie hoch das Sparguthaben am Ende der Ansparphase sein kann. Es handelt sich um grobe Schätzungen. Ausgegangen wird von einer monatlichen Geldanlage in Höhe von 1000 Euro und einer Zinsperiode von einem Jahr.

Rendite/Zinsen

10 Jahre

20 Jahre

30 Jahre

2 %

132.820 €

294.727 €

492.091 €

5 %

155.023 €

407.538 €

818.859 €

6 %

163.310 €

455.773 €

979.531 €

Aufgrund des Zinseszinseffekts wächst der Wert des Portfolios gegen Ende der angenommenen Laufzeit am schnellsten. Voraussetzung ist natürlich, dass die Erträge sofort reinvestiert werden.

Vorteile von ETF-Sparplänen

Cost-Average-Effekt: Bei regelmäßigen Investitionen in Wertpapiere bildet sich aus jedem einzelnen Kaufpreis der Durchschnittspreis. Anleger können davon vor allem profitieren, wenn der Kurs des ETFs zwischenzeitlich fällt.

Niedrige Einstiegshürde: Mit 1000 Euro können Sie ohne Weiteres in mehrere Sparpläne investieren und je nach Ihrer Risikobereitschaft ein breit diversifiziertes Portfolio aufbauen.

Einfaches Investieren: Ihr Broker oder Robo-Advisor führt den Sparplan regelmäßig aus und kauft die Anteile. Die Sparrate wird in der Regel per Lastschrift eingezogen.

Nachteile von ETF-Sparplänen

Eingeschränkte Auswahl: Sparpläne sind ein Angebot Ihres Brokers. Häufig sind nicht alle ETFs besparbar. Allerdings ist die Auswahl bei fast allen Brokern verhältnismäßig groß.

Nachteile bei Kursschwankungen: Sie haben keine Möglichkeit, kurzfristig auf Kursschwankungen zu reagieren.

Kostennachteile möglich: Die durch die Sparplangebühr verursachten Kosten können über die gesamte Sparperiode höher sein als bei einer Einmalanlage. Allerdings bieten einige Broker auch kostenfreie ETF-Sparpläne an. Ein Beispiel ist die Consorsbank.

Kosten im Auge behalten

Kosten können Renditen erheblich beeinträchtigen. Das trifft besonders bei Investitionen mit langfristigem Anlagehorizont zu. Achten Sie darauf, Anlageprodukte mit niedrigen Gebühren zu wählen, um Ihre Rendite nicht zu schmälern.

ETFs sind passiv gemanagte Fonds. Deswegen entstehen deutlich weniger Kosten und Gebühren als bei anderen Investmentfonds, die aktiv gemanagt werden.

Steuerliche Aspekte

Geldanlagen unterliegen der Kapitalertragssteuer. Bei thesaurierenden ETFs wird eine Steuer auf eine Vorabpauschale erhoben. Ermittlung und Abführung der Steuer wird von der Depotbank durchgeführt.

Schaubild zum Thema Abwicklung der Besteuerung bei thesaurierenden ETFs

Der Broker bucht die abgeführte Steuer automatisch von Ihrem Verrechnungskonto ab, sofern sie nicht durch einen entsprechenden Freistellungsauftrag abgedeckt ist.

Es gibt einen Freibetrag. Danach sind 1000 € pro Person und 2000 € für Ehegatten und eingetragene Lebenspartner steuerfrei. Erforderlich ist ein Freistellungsauftrag oder eine NV-Bescheinigung.