Kredit mit Bürgschaft: Banken profitieren immer – Kreditnehmer manchmal

Kredit mit Bürgen möglich, mit solcher Werbeaussage werden gerne Kreditangebote für Arbeitslose, für Auszubildende oder für Personen ohne reguläres Einkommen aus Beschäftigungsverhältnissen geschmückt.

Kreditsuchenden mit nicht so ganz berauschender Bonität wird eventuell auch die Stellung eines Bürgen nahegelegt.

Aber selbst bei guter Bonität bedarf es bisweilen einer „Bürgschaft“. Nämlich dann, wenn der Kreditwunsch die übliche Höhe von Kleinkrediten übersteigt.

Kurzum: Reicht die Kreditwürdigkeit des Antragstellers nach den Bonitätskriterien des Kreditgebers zur Vergabe des gewünschten Darlehens allein nicht aus, erwarten Banken, dass dritte Personen den Kreditvertrag „mit unterschreiben“.

Manchmal müssen die Mitunterzeichner sogar im selben Haushalt des Hauptunterzeichners wohnen.

Selten bedeutet die Mitunterzeichnung, dass die dritte Person einen Bürgschaftsvertrag abschließt. Häufiger wird die weitere Person Vertragspartner des Darlehensvertrages – genauso wie der Hauptunterzeichner.

Doch eins nach dem anderen.

Zunächst erfahren Sie, worin der Unterschied zwischen einer Bürgschaft und einer Mitunterzeichnung besteht. Wichtig sind die Konsequenzen für die mitunterzeichnende Person als Bürge oder als zusätzlicher Kreditnehmer.

Welche Vorteile und Nachteile gibt es bei einer gemeinschaftlichen Kreditaufnahme?

Schließlich stellen wir einige Fälle vor, bei denen es ohne die Mitunterzeichnung einer weiteren Person grundsätzlich keinen Kredit gibt.

Unterschied zwischen Bürge und 2. Kreditnehmer

Die Unterscheidung zwischen einem Bürgen und einem 2. Kreditnehmer ist in erster Linie von rechtlichem Interesse.

Wirtschaftlich betrachtet, tun sich beide Varianten nicht viel. Das gilt vornehmlich für die Zahlungsverpflichtungen.

Sowohl der Bürge als auch der zweite Kreditnehmer haften der Bank, wenn sie ihre Ansprüche gegenüber dem ersten Kreditnehmer nicht durchsetzen kann.

Bürgschaft: Definition

Worum es sich bei einer Bürgschaft handelt, das ergibt sich klipp und klar aus Paragraf 765 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches:

Durch den Bürgschaftsvertrag verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten, für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einzustehen.

Der Dritte ist der Kreditnehmer. Er erhält das Darlehen. Der Bürge hingegen erhält nichts. Er gibt nur.

Er verpflichtet sich, alle Verbindlichkeiten aus dem Kreditvertrag zu erfüllen, wenn und soweit der eigentliche Kreditnehmer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Wegen dieser einseitigen Verpflichtung ohne Gegenleistung sieht der Gesetzgeber in Paragraf 766 BGB zum Schutz des Bürgen die Schriftform des Bürgschaftsvertrages vor. Selbst der Abschluss in elektronischer Form reicht nicht aus.

Der Gesetzgeber hat guten Grund, den Bürgen besonders zu schützen. Im Rechtsverkehr, vor allem im Rahmen einer Kreditvergabe, sind sogenannte selbstschuldnerische Bürgschaften die Regel.

Bei einer selbstschuldnerischen Bürgschaft muss die Bank nicht einmal versuchen, die Forderungen gegenüber dem Kreditnehmer gerichtlich geltend zu machen.

Die Bank kann direkt auf den Bürgen zugreifen.

Soweit der Bürge von der Bank in Anspruch genommen wurde und Zahlungen geleistet hat, kann er Ersatz vom Kreditnehmer, dem Hauptschuldner, verlangen.

Doch wenn Bürgschaften erforderlich werden, dann sieht es mit der Bonität des Kreditnehmers in vielen Fällen nicht besonders aus.

Oft wird sich der Bürge an ein Lied aus einer bekannten Operette erinnern müssen (Fledermaus von Johann Strauß):

Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist.

Hier ein YouTube Link:

Bürgen können häufig ihre Forderungen gegenüber dem Hauptschuldner nicht durchsetzen.

Mitunterzeichnung: Definition

Wird hingegen mit der zusätzlichen Unterschrift kein Bürgschaftsvertrag abgeschlossen, bedeutet die zusätzliche Unterschrift, dass eine weitere Person Kreditnehmer wird.

Der Mitunterzeichner hat in diesem Fall alle Rechte und Pflichten aus dem Kreditvertrag mit der Bank, genauso wie der Erstunterzeichner.

Dazu gehören der Anspruch auf Auszahlung und die unmittelbare Verpflichtung, die Kreditraten ordnungsgemäß zu bezahlen.

Es entsteht ein sogenanntes Gesamtschuldverhältnis. Der Bank steht es frei, von welchem ihrer Vertragspartner sie sich die Kreditraten holt.

Theoretisch hat die Bank die Wahl. Sie darf sich aber natürlich den Kredit nicht mehrfach zurückzahlen lassen.

Soweit ein Kreditnehmer die Verbindlichkeiten gegenüber der Bank allein beglichen hat, besteht gegebenenfalls ein Anspruch gegenüber dem anderen Kreditnehmer.

Ohne Vereinbarungen untereinander, im sogenannten Innenverhältnis, haften Gesamtschuldner zu gleichen Teilen.

Soll von dieser grundsätzlichen Regelung abgewichen werden, bedarf es einer besonderen Vereinbarung im Innenverhältnis.

Mitunterzeichnung heute die Regel

 

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Im Rahmen der Vergabe von Krediten an Privatpersonen kommen Bürgschaften heutzutage so gut wie nicht mehr vor.

In aller Regel wird der Zweitunterzeichner Vertragspartner des Kreditvertrages. Aus Sicht der Bank ist dies die beste Lösung.

Die Bank hat zwei Schuldner, auf die sie unmittelbar und gleichzeitig zugreifen kann.

Wirtschaftlich steht sich die Bank bei einer Bürgschaft ähnlich. Aber es muss doch immer zuerst der Hauptschuldner in Zahlungsverzug geraten, bevor die Bank sich an den Bürgen wenden kann.

Ein weiterer Grund lässt die Bank vor Bürgschaften bei der Kreditvergabe an private zurückschrecken.

Bürgschaftsverträge sind nämlich unwirksam, wenn es dem Bürgen an der nötigen Leistungsfähigkeit mangelt.

Gibt der gering verdienende Ehepartner beispielsweise eine Bürgschaft für einen Kredit über 20.000 Euro mit einer Laufzeit von 48 Monaten, ist der Bürgschaftsvertrag nichtig.

Jemand, der nur einige hundert Euro im Monat verdient, kann im Falle der Anspruchsname die Raten für einen solchen Kredit nicht aufbringen.

Banken sind regelmäßig nicht in der Lage, die ausreichende Leistungsfähigkeit eines Bürgen genau zu überprüfen. Zudem gibt es Grenzfälle und eine ausführliche Rechtsprechung zu diesem Problem.

Wählen Banken den Weg der Mitunterzeichnung, fallen für die Bank alle mit einer Bürgschaft verbundenen Probleme weg.

Bei Geschäftsdarlehen hingegen sind Bürgschaften durchaus noch üblich. Beispielsweise können Existenzgründer, die sonst keine Sicherheit haben, mit Bürgschaften aus Fördertöpfen oder von Bürgschaftsbanken kreditwürdig werden.

Mitunterzeichnung: Vorteile und Nachteile

Zwei Kreditnehmer bieten mehr Sicherheit als ein Kreditnehmer. Für Banken bedeuten mehrere Unterzeichner eines Kreditvertrages nur Vorteile.

Etwas differenzierter ist die Situation für Kreditnehmer.

In vielen Fällen bleibt Kreditnehmern nichts anderes übrig, als sich um einen Mitunterzeichner zu bemühen. Andernfalls wird das Darlehen nicht gewährt.

Bei höheren Kreditbeträgen verlangen Banken oft zwei Unterzeichner.

Häufig reicht die Bonität eines Antragstellers nicht aus, um den gewünschten Kredit zu erhalten. Deswegen muss ein zweiter Antragsteller her. In der Regel ist dies der Ehepartner.

Die Bonität beider Ehepartner zusammen genommen kann zur Kreditvergabe ausreichen.

Voraussetzung ist natürlich, dass beide Ehepartner einen Beitrag zur Kreditwürdigkeit leisten können, zum Beispiel beide Ehepartner Einkommen aus einem dauernden Beschäftigungsverhältnis haben.

Manchmal werden Kredite zu günstigeren Konditionen vergeben, wenn eine weitere solvente Person den Kreditvertrag mit unterzeichnet. Dient der Kredit zur Finanzierung eines gemeinsamen Vorhabens, profitieren also beide Unterzeichner von der Darlehensvergabe, ist dies ein Vorteil.

Kommt der Kredit nur einem Mitunterzeichner zugute, ist die Situation des anderen Mitunterzeichners mit der eines Bürgen vergleichbar. Er haftet und erhält nichts.

Nehmen Eheleute oder Lebensgefährten einen Kredit gemeinsam auf, werden sie ihn grundsätzlich gemeinsam verwenden.

Es bedarf keiner weiteren Vereinbarung zwischen den Eheleuten. Im Innenverhältnis sieht das Gesetz vor, dass jeder die Hälfte der Verbindlichkeit zu tragen hat.

In anderen Lebenslagen ist eine schriftliche Vereinbarung unter den Mitunterzeichnern ratsam. Die sollte regeln, in welchem Verhältnis die Parteien untereinander haften.

Eine Mitunterzeichnung kann negative Auswirkungen bei zukünftigen Kreditaufnahmen haben. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Kreditaufnahme einem gemeinsamen Zweck dient oder nicht.

Beide Kreditnehmer werden in die SCHUFA und in die Dateien anderer Auskunfteien eingetragen. Ein laufender Kredit, der ordnungsgemäß bedient wird, ist kein Negativmerkmal und wird sich für sich gesehen auf die Kreditwürdigkeit nicht aus.

Allerdings sind Banken vorsichtig, wenn Kreditkunden ein oder mehrere vor Kredite haben. Zudem können bestehende Verbindlichkeiten Abtretungsmöglichkeiten beim Gehalt einschränken.

Wird beispielsweise ein und derselbe Kredit von beiden Ehepartnern gemeinsam aufgenommen, gelten beide Ehepartner als vorbelastet, und es können Schwierigkeiten bei einer weiteren Kreditaufnahme entstehen.

Ist der Kredit hingegen nur von einem Ehepartner aufgenommen worden, kann der andere Ehepartner auch nicht in Anspruch genommen werden. Dadurch verbessert sich die Ausgangsposition dieses Ehepartners für eine weitere Kreditaufnahme.

Bürgschaft: Vorteile und Nachteile

Der aus der Mode gekommene Bürgschaftskredit hat für Banken den Vorteil, dass zwei Personen für denselben Kredit haften.

Der Nachteil besteht in der Unsicherheit, ob der Bürgschaftsvertrag den rechtlichen Anforderungen entspricht (siehe Kapitel „Mitunterzeichnung heute die Regel“).

Der Bürge hat nichts von der Kreditaufnahme. Er trägt das Risiko, dass der Hauptschuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, und sich die Bank an ihn wendet.

Der Kreditnehmer hat den Vorteil, überhaupt ein Darlehen zu erhalten oder ein Darlehen zu besseren Bedingungen zu erhalten. Ebenso wie die Bank profitiert der Kreditnehmer von einer Bürgschaft.

Es ist nicht so einfach, eine Situation zu finden, in der der Bürge nicht nur verliert. Eine Bürgschaft kann dann im Interesse des Bürgen sein, wenn er ebenfalls in irgendeiner Form von der Darlehensvergabe profitiert. Beispiele:

Das kreditfinanzierte Auto wird von beiden Partnern genutzt. Die Bank gibt sich ausnahmsweise mit einer Bürgschaft zufrieden und besteht nicht auf Mitunterzeichnung.

Der Ehemann ist Miteigentümer oder alleiniger Eigentümer eines Unternehmens. Das Unternehmen benötigt frisches Kapital, um sich zu erweitern. Die vermögende Ehefrau gibt eine Bürgschaft, damit ein Geschäftskredit zu günstigen Konditionen möglich wird.

Wird eine Bürgschaft in die SCHUFA eingetragen?

Mitunterzeichner sind Kreditnehmer. Vor Kreditaufnahme wird die Bank Einblick in die SCHUFA Datei nehmen.

Der Kredit wird der SCHUFA gemeldet und erscheint als zunächst neutrales Merkmal in der Datei. Besonderheiten gibt es nicht.

Bürgen werden sich in der Regel ebenfalls eine Schufaauskunft gefallen lassen müssen. Die Bürgschaft, in der Regel ist es eine selbstschuldnerische Bürgschaft, wird in die Datei eingetragen und ist für sich gesehen ein neutrales Merkmal.

Allerdings kann sich die Vorbelastung durch eine Bürgschaft negativ im Rahmen zukünftiger eigener Kreditaufnahmen auswirken.

Im Übrigen werden Banken sowohl den Mitunterzeichner als auch den Bürgen einer wirtschaftlichen Kreditwürdigkeitsprüfung unterziehen. Für die Banken kommt es darauf an, dass Bürgen und Mitunterzeichner solvent genug sind, das Kreditausfallrisiko zu minimieren.

Bürgschaftskredit ohne Einkommen und bei Arbeitslosigkeit

„Kredit ohne Einkommen mit Bürgen – bei uns ist dies möglich“. Diese irreführende Werbung ist häufig zu lesen.

Die Wahrheit ist, dass ohne nachhaltiges Einkommen aus einem Beschäftigungsverhältnis oder einer selbstständigen Tätigkeit keine Bankkredite vergeben werden. Banken erkennen Einkünfte aus Sozialleistungen nicht an.

Eine geringe Chance besteht bei P2P Plattformen wie auxmoney, wenn ein Antragsteller etwa über ausreichendes Krankengeld verfügt.

Manche Finanzdienstleister erlauben offenbar Kunden ohne Einkommen, den schönen Schein zu wahren, und akzeptieren sie als Antragsteller, wenn sie einen Bürgen stellen. Wahrscheinlich ist eher ein Mitunterzeichner gemeint.

Genau betrachtet ist eine solche Konstruktion eine Farce. Im Grunde nimmt der Bürge/Mitunterzeichner das Darlehen allein auf und muss alle erforderlichen Bonitätsmerkmale erbringen.

Das Ausfallrisiko für den Bürgen/Mitunterzeichner ist besonders hoch, wenn der „eigentliche Kreditnehmer“ über kein regelmäßiges Einkommen verfügt.

Kredit für Azubis mit Bürgen

Ein volljähriger Auszubildender möchte einen Führerschein finanzieren. Er verfügt über eine gar nicht so schlechte Ausbildungsvergütung, aber die Bank akzeptiert die Vergütung aus unterschiedlichen Gründen nicht als Sicherheit.

In solchen Fällen spricht nichts dagegen, wenn die Eltern eine Bürgschaft geben oder den Kreditvertrag zusammen mit ihrem Sprössling unterzeichnen.

Kleinere Kreditverbindlichkeiten wird der Auszubildende ohne weiteres aus seiner Ausbildungsvergütung zurückzahlen können.

Manche Hausbanken mögen sich vielleicht sogar nur mit einer Bürgschaft zufriedengeben und nicht auf einer Mitunterzeichnung bestehen.

In Einzelfällen kann vielleicht sogar beides überflüssig sein:

Der Kredit wird kurz vor Ende der Ausbildungszeit beantragt.

Die Höhe der Ausbildungsvergütung reicht der Bank als Sicherheit.

Der Antragsteller legt eine Bescheinigung des Arbeitgebers vor, dass der Auszubildende nach Beendigung des Ausbildungsverhältnisses übernommen wird.

Liegen diese Voraussetzungen vor, dann ist manche Bank zur Kreditvergabe ohne Bürgschaft und Mitunterzeichnung bereit

Kredit mit Bürgen trotz negativer SCHUFA

So gut wie keine Bank vergibt Kredite trotz negativer SCHUFA. Kreditvermittler arbeiten aber mit der einen oder anderen Bank zusammen, die eine solche Kreditvergabe nicht von vornherein ausschließen.

Wir empfehlen Creditolo, ein seriöser Kreditvermittler mit überdurchschnittlich guten Bewertungen.

Voraussetzung ist allerdings, dass die SCHUFA Eintragungen „weich“ sind: also keine Eintragungen wegen eidesstattlicher Versicherung, Haftbefehl, Insolvenz und auch keine Negativmerkmale wegen nicht erfüllter Kreditverbindlichkeiten.

Eine Bürgschaft oder eine Mitunterzeichnung mag die Kreditaufnahme trotz negativer SCHUFA in Einzelfällen erleichtern.

Ähnlich wie bei einem Kredit ohne Einkommen, so geht der Bürge oder der Mitunterzeichner auch hier ein sehr großes Risiko ein, für den Kredit letztlich einstehen zu müssen.

Bei wirklich unbedeutenden Schufadellen erübrigt sich eine zusätzliche Sicherheit in der Regel. Die Bank wird zur Kreditvergabe gegen etwas höhere Zinsen auch ohne Mitunterzeichner oder Bürgen bereit sein.

In anderen Fällen weisen die Negativmerkmale auf eine gewisse Unzuverlässigkeit hin. Der Bürge muss ein Ausfallrisiko tragen, welches die Bank nicht zu tragen bereit ist.

Autofinanzierungen mit Bürgschaftskredit

In der Regel wird das Familienauto vom Hauptverdiener angeschafft. Auf den Namen des Hauptverdieners lauten die Zulassungspapiere, er wird die nötigen Versicherungen abschließen und sich auch um die Kreditfinanzierung kümmern.

Autokredite sind besonders günstig, wenn sie zweckgebunden aufgenommen werden. Der Käufer vereinbart mit der Bank eine Sicherungsübereignung, übergibt der Bank gegebenenfalls den Kfz Schein und das Darlehen wird schnell ausgezahlt.

Gibt sich die Bank mit der Sicherungsübereignung allein nicht zufrieden, wird sie um eine Gehaltsabtretung bitten.

In den meisten Fällen dürfte damit die Kreditangelegenheit in trockenen Tüchern sein, und ein zweiter Kreditnehmer oder ein Bürge muss überhaupt nicht ins Gespräch gebracht werden.

Manchmal reichen die Sicherheiten jedoch nicht aus. Dann stellt sich die Frage einer Bürgschaft bzw. einer Mitunterzeichnung.

Die Anschaffung eines gemeinsam genutzten Fahrzeuges ist ein Fall, in dem eine Mitunterzeichnung wirtschaftlich Sinn macht.

Der Mitunterzeichner, der Ehepartner oder Lebensgefährte, nutzt das finanzierte Fahrzeug ebenso wie der Erstunterzeichner des Kreditvertrages. Der Mitunterzeichner profitiert demnach vom aufgenommenen Kredit.

Deshalb ist es unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht unvernünftig, die Finanzierung gemeinsam zu beantragen.