Kredit: Öffentlicher Dienst erhält günstige Konditionen

Kredit für den öffentlichen Dienst auf einen Blick

  • Beamtenkredite stehen nicht nur Beamten, sondern allen Mitarbeitern im öffentlichen Dienst zur Verfügung. Antragsberechtigt sind häufig darüber hinaus Mitarbeiter in Unternehmungen, die von der öffentlichen Hand beherrscht werden.
  • Sie werden in zwei Varianten vergeben: normale Ratenkredite zu privilegierten Konditionen oder Darlehen mit einem Tilgungsträger wie Lebensversicherungen. Die Vergabe setzt eine Ablösung aller bestehenden Kredite voraus, Ausnahme: Immobilienfinanzierungen. Vorhandene Verbindlichkeiten können mit dem Beamten Kredit umgeschuldet werden.
  • Kredite für den öffentlichen Dienst sind generell günstiger als für andere Beschäftigte und Selbstständige, weil Beschäftigte im öffentlichen Dienst über ein sicheres, vorhersehbares und regelmäßiges Einkommen verfügen. Der individuelle Zinssatz ist aber von der Bonität des einzelnen Antragstellers abhängig, in die neben dem Gehalt noch weitere Kriterien einfließen.
  • Beamtendarlehen zeichnen sich durch lange Laufzeiten bis zu zehn Jahren und länger aus. Hohe Kreditbeträge sind möglich. Oft ist die maximale Kredithöhe allerdings durch ein Vielfaches des monatlichen Einkommens begrenzt, beispielsweise durch das Zwanzigfache des monatlichen Einkommens.
  • Kreditinteressenten können mit Vergleichsportalen wie Verivox oder mit Kreditvermittlern wie Bon-Kredit und Creditolo Zinsen sparen. Kreditanfragen sind unverbindlich und Vorkosten werden nicht erhoben.
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Voraussetzungen und Unterlagen

  • Antragsteller sind volljährig
  • Sie haben einen Wohnsitz in Deutschland und eine deutsche Bankverbindung.
  • Kreditinteressenten sind im öffentlichen Dienst oder bei Unternehmungen beschäftigt, die von der öffentlichen Hand kontrolliert werden.
  • Antragsteller handeln im eigenen Namen.
  • Erforderlich sind ausreichende monatliche Bezüge, die für die Rückzahlung des Darlehens ausreichen.

Banken benötigen Nachweise über das gegenwärtige Einkommen, manchmal auch aktuelle Kontoauszüge, aus denen sich der Eingang des Gehalts ergibt. Darüber hinaus verlangen einige Banken Nachweise, die eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst oder in einem gleichgestellten Unternehmen belegen.

Beamtendarlehen: Lebensversicherung plus Kredit

Beamtendarlehen sind speziell für Angestellte und Beamte im öffentlichen Dienst entwickelte Kredite. Auch Richter können Beamtendarlehen beantragen.

Beamtendarlehen sind eine Kombination aus Tilgungsdarlehen und Tilgungsträger.

Tilgungsträger können im Prinzip alle Finanzprodukte sein, bei denen schrittweise Kapital angespart wird. Meistens werden Kapitallebensversicherungen und Rentenversicherungen als Tilgungsträger eingesetzt.

Die monatliche Rate besteht aus Zinszahlungen und einer konstanten Beitragszahlung für den Tilgungsträger. Ein bei Annuitätendarlehen üblicher Tilgungsanteil in der monatlichen Rate entfällt. Stattdessen wird das zusammen mit dem Kredit abgeschlossene Finanzprodukt angespart.

Das bedeutet: Während der Laufzeit des Darlehens reduziert sich der vereinbarte Kreditbetrag nicht. Beamtendarlehen sind endfällig.

Die garantierte Auszahlungssumme der abgeschlossenen Versicherung entspricht der Höhe des Darlehensbetrages. Darüber hinausgehende Beträge, wenigstens die gesetzlich vorgeschriebene Mindestverzinsung, werden an den Kreditnehmer ausgezahlt.

Diese Konstruktion macht lange Laufzeiten, meistens bis zu 20 Jahren, bei geringen monatlichen Belastungen möglich.

Ebenso sind besonders hohe Kreditbeträge machbar.

Die Darlehenshöhe ist aber nicht unbegrenzt. Sie beträgt regelmäßig ein Vielfaches der monatlichen Bezüge. Üblich sind Darlehen, die das Zwanzig- bis Fünfundzwanzig-fache eines monatlichen Nettogehalts ausmachen.

Wegen niedriger Zinsen, langer Laufzeiten und günstiger effektiver Jahreszinsen eignen sich Beamtendarlehen als Alternative zu grundbuchlich besicherten Immobilienkrediten.

Ein besonderer Vorteil ist, dass der monatliche Aufwand von vornherein über die gesamte Kreditlaufzeit garantiert ist.

Im Grundsatz lohnen sich Beamtendarlehen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, wenn die Gesamtrendite aus dem Tilgungsträger die Gesamtkosten des Kredits übersteigt.

Auf günstige Kredite für Angestellte im öffentlichen Dienst und Beamte hat sich der bekannte deutsche Kreditvermittler Creditolo spezialisiert.

Creditolo bietet Standard-Beamtenkredite bis zu 100.000 € an. Höhere Darlehen sind möglich, unterliegen allerdings einer separaten Einzelfallprüfung.

Vereinbart werden können Kreditlaufzeiten bis zu 240 Monaten. Es handelt sich um ein Darlehen zur freien Verfügung.

Der Kreditnehmer kann zum Beispiel selbst entschziert werden sollen oder ob der Beamtenkredit zur Eigenkapitalbildung für Bauvorhaben verwendet werden soll.

Leichte Schufaprobleme oder Rücklastschriften auf aktuellen Kontoauszügen sind beim Creditolo Beamtendarlehen kein genereller Ausschlussgrund.

Bei Beamtendarlehen mit Tilgungsträgern muss eine wichtige Voraussetzung beachtet werden:

Abgesehen von Baufinanzierungen müssen alle anderen Kreditverbindlichkeiten mit dem Beamtendarlehen abgelöst und umgeschuldet werden.

Ratenkredite für Angestellte im öffentlichen Dienst

Viele Banken bieten für Angestellte im öffentlichen Dienst herkömmliche Ratenkredite unter besseren Bedingungen an. Sie nennen diese Produkte häufig Beamtenkredite.

Allerdings lassen sich nicht alle Kreditbanken auf bessere Bedingungen ein, selbst wenn Beamtenkredite ausdrücklich beworben werden.

Die Bevorzugung des öffentlichen Dienstes bei Laufzeiten und Zinskonditionen kann beispielsweise nur bei Darlehen mit bonitätsabhängigen Zinssätzen zum Tragen kommen.

Nur wenn der Zinssatz sich nach der individuellen Bonität richtet, werden die Vorteile, die der öffentliche Dienst für Kreditgeber bietet, vollständig berücksichtigt.

Bei Krediten mit Festzins hingegen wird mit einer Grenzbonität gearbeitet. Alle Kreditnehmer, die einen bestimmten Bonitätswert erreichen, erhalten ein Darlehen zum angegebenen Zinssatz.

Wird der Grenzwert nicht erreicht, gibt es kein Darlehen.

Inwieweit der Grenzwert überschritten wird, spielt keine Rolle. Kreditnehmer mit der besten Bonität erhalten dieselben Konditionen wie Kreditkunden, die genau am Grenzwert liegen.

Bonität als Vergabevoraussetzung – Probezeit und Befristung

Die Sicherheit des Arbeitsplatzes und die Kalkulierbarkeit der regelmäßigen Einkünfte sind wichtige Bonitätskriterien, aber nicht die einzigen.

Daneben findet bei Krediten für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst die übliche Bonitätsprüfung statt.

Die Höhe der Einkünfte entscheidet über die Höhe der möglichen Kreditsummen und eventuell auch über gewährte Laufzeiten.

Ist das Beschäftigungsverhältnis befristet, werden Kredite in der Regel nur möglich sein, wenn die reguläre Tilgung innerhalb der Befristung erfolgen kann.

Bei Mitarbeitern im öffentlichen Dienst werden allerdings sehr oft Ausnahmen von diesem Grundsatz gemacht.

Denn Banken gehen davon aus, dass im öffentlichen Dienst befristete Arbeitsverhältnisse häufiger in ein Dauerarbeitsverhältnis überführt werden, als in der privaten Wirtschaft.

Ist ein Kredit trotz einer Befristung des Arbeitsvertrages geplant, empfiehlt es sich, besondere Gründe anzugeben und gegebenenfalls durch Unterlagen zu belegen, die für eine Übernahme in ein Dauerarbeitsverhältnis sprechen.

Wie ist es bei einem Kredit in der Probezeit?

Ganz überwiegend vergeben Banken während der Probezeit niemals Kredite.

Bei Mitarbeitern im öffentlichen Dienst ist die Situation aber anders.

Banken wissen, dass Kündigungen während der Probezeit im öffentlichen Dienst extrem selten sind. Deswegen sind viele Banken im Grundsatz gegenüber einer Kreditvergabe aufgeschlossen.

Allerdings gilt manchmal ein Mindestalter. Einige Banken setzen ein Mindestalter von 25 Jahren voraus.

Banken, die sich speziell mit Beamtendarlehen und Beamtenkrediten befassen, sind am ehesten bereit, Kredite bei befristeten Beschäftigungsverhältnissen oder während der Probezeit zu vergeben.

SCHUFA Auskünfte im Rahmen der Bonitätsprüfung

Regelmäßig werden SCHUFA Auskünfte eingeholt und manchmal zusätzlich Auskünfte bei anderen Wirtschaftsauskunfteien. Die Auskünfte geben Aufschluss über zwei Vergabekriterien:

Einmal geht es um den Bankenscore. Die Berechnung des Bankenscores geschieht unabhängig von der Art des Beschäftigungsverhältnisses. Wirtschaftsauskunfteien wissen überhaupt nicht, ob eine Beschäftigung im öffentlichen Dienst oder in der Privatwirtschaft vorliegt.

Ein guter Scorewert kann die Vergabebereitschaft erhöhen und zu ganz besonders guten Zinskonditionen führen. Umgekehrt kann ein schlechter Score dazu führen, dass ein Beamtendarlehen oder ein Beamtenkredit abgelehnt wird.

Zum anderen geht es darum, welche SCHUFA Eintragungen vorliegen. Negative SCHUFA-Merkmale, die sich übrigens im Score Rating widerspiegeln, sind auch bei Darlehen für den öffentlichen Dienst immer ein Problem.

Allerdings sind einige Banken bereit, über Negativmerkmale eher hinwegzusehen, als bei anderen Antragstellern. Es darf sich aber nicht um harte Negativmerkmale handeln.

Harte Merkmale sind Vermögensverzeichnis (eidesstattliche Versicherung), Haftbefehl, Insolvenz oder andere schwebende Zwangsvollstreckungsmaßnahmen nach einem rechtskräftigen Titel.

Kredit: Öffentlicher Dienst immer bevorzugt? Fazit zur Bonitätsprüfung

Beantragen Mitarbeiter im öffentlichen Dienst einen Kredit, findet immer eine individuelle Bonitätsprüfung statt.

Mit Auskünften von Wirtschaftsauskunfteien wird die Zuverlässigkeit des Antragstellers beurteilt.

Ob sich der öffentlich Bedienstete den Kredit in der gewünschten Höhe und mit der vorgesehenen Laufzeit leisten kann, wird durch Auswertung von Unterlagen über das Einkommen und das Vermögen festgestellt.

Insofern besteht kein Unterschied zu Antragstellern, die nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt sind. Nur bei der Nachhaltigkeit des Einkommens und bei der Sicherheit des Arbeitsplatzes können Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst Punkte sammeln.

Ein bei einem privaten Arbeitgeber beschäftigter Antragsteller kann deshalb bessere Zinskonditionen erhalten als ein Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, weil beispielsweise günstigere Scorewerte oder keine Vorkredite vorliegen.

Beamtenkredite oder Beamtendarlehen sind also nicht per se günstiger als Kredite, die an andere Berufsgruppen vergeben werden. Zinskonditionen, Laufzeiten und Kreditbeträge hängen immer vom Ergebnis der individuellen Bonitätsprüfung ab.

Tipp:

Unnötige Kreditablehnungen und Verzögerungen beim Antragsverfahren können verhindert werden, wenn Kreditinteressenten die Bonitätsprüfung der Banken „vorwegnehmen“:

Mit einer bei der SCHUFA bestellten kostenlosen Datenkopie kann man sich einen Überblick über bestehende Eintragungen verschaffen.

Eine Haushaltsrechnung mit einem kostenlosen Tool aus dem Internet hilft, das zur Begleichung der Monatsrate zur Verfügung stehende freie Einkommen einzuschätzen.

Kredit für den öffentlichen Dienst ohne SCHUFA?

Diese Kreditvermittler verhelfen Ihnen zu Krediten ohne SCHUFA bzw. mit negativer SCHUFA:

Bon-Kredit,

Creditolo,

Credicom.

Schufafreie Kredite speziell für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst gibt es nicht.

Wie für andere Berufsgruppen auch, gibt es aber die Möglichkeit, einen Kredit ohne SCHUFA von der Sigma Bank abzuschließen. Kreditanfragen können direkt bei der Bank oder über einen Kreditvermittler gestellt werden.

Bei den Kreditprodukten der Sigma Bank handelt es sich um streng strukturierte Kleinkredite mit Beträgen bis zu 7.500 Euro.

Verzichtet wird lediglich auf eine Schufaauskunft. Wird der Kredit ordnungsgemäß zurückgezahlt, bleibt er allen Auskunfteien verborgen.

Ansonsten findet eine sehr umfangreiche und strenge Bonitätsprüfung statt.

Es werden hohe Anforderungen an das regelmäßige Einkommen gestellt. Personen mit harten SCHUFA-Eintragungen, die sich auch aus amtlichen Verzeichnissen ergeben, erhalten keinen Kredit.

Einzelheiten werden in einem gesonderten Artikel zum Kredit ohne SCHUFA dargestellt.

Kredit für Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst: Erfahrungen und eine Bewertung

Erfahrungsberichte zu Beamtenkrediten oder Beamtendarlehen im Allgemeinen findet man im Internet nicht. Kundenberichte beziehen sich immer auf eine bestimmte Bank, die ein Darlehen vergeben oder eben nicht vergeben hat.

Deswegen fassen wir die Kundenerfahrungen zur ABK Bank zusammen. Die Allgemeine Beamtenbank ist ein Anbieter von Online-Krediten für den öffentlichen Dienst.

Kunden streichen den guten Service heraus. Die Kundenberatung wird als freundlich und inkompetent empfunden. Nur selten gibt es Kritik an der langen Bearbeitungsdauer.

Die Produktqualität wird ebenfalls positiv bewertet. Hervorgehoben werden die günstigen Zinsen und die langen Laufzeiten.

Beamtenkredit oder Beamtendarlehen, beide Kreditvarianten bieten günstige Konditionen für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst.

Endfällige Beamtendarlehen mit Tilgungsträger wirken auf den ersten Blick sehr günstig, weil die monatliche laufende Belastung niedrig ist. Außerdem können sehr lange Laufzeiten vereinbart werden.

Allerdings macht die Verknüpfung mit einem Tilgungsträger endfällige Beamtendarlehen unflexibel. Zudem sind sie weniger günstig, als es den Anschein hat.

Anders als Annuitätendarlehen findet bei endfälligen Beamtendarlehen während der Laufzeit keine schrittweise Tilgung statt. Deswegen müssen Zinsen bis zum Schluss auf den gesamten Betrag gezahlt werden. Dadurch erhöhen sich die Kosten.

Empfehlenswert ist es deshalb, vor Kreditabschluss Angebote für beide Kreditvarianten einzuholen und die Gesamtkosten miteinander zu vergleichen.

Warum ist Kredit für Angestellte im öffentlichen Dienst günstig?

Mitarbeiter im öffentlichen Dienst haben es in aller Regel verhältnismäßig leicht, einen Kredit besonders günstig zu erhalten.

Sie sind für Banken die idealen Kreditnehmer. Warum die bevorzugte Rolle von Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst ohne Beamtenstatus?

Zunächst einmal: Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse sind anders als beispielsweise bei Selbstständigen schnell und einfach durchschaubar.

Das ist jedoch nicht der Hauptgrund für die grundsätzliche Privilegierung von Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei der Kreditvergabe.

Für Banken ist das statistische Kreditausfallrisiko eine entscheidende Messzahl im Kreditgeschäft. Nach dieser Kennzahl entscheidet sich, ob, in welcher Höhe, mit welcher Laufzeit und mit welchen effektiven Kreditzinsen ein Darlehen vergeben wird.

Kreditausfälle bedeuten Kosten. Sie werden nur verhältnismäßig selten dadurch ausgelöst, dass Kreditnehmer nicht mit Geld umgehen können.

Häufiger sind Gründe, die mehr oder weniger jenseits des Einflussbereichs des Kreditnehmers liegen: Arbeitslosigkeit, Gehaltseinbußen durch Arbeitsplatzwechsel, Kurzarbeit oder Veränderungen im Arbeitsvertrag, Krankheit oder Veränderungen beim Personenstand.

Angestellte im öffentlichen Dienst, Beamte und Richter sind gegen wesentliche Risikofaktoren abgesichert, wenn auch nicht gegen alle Ausfallrisiken.

Sie sind praktisch unkündbar und Einkommenseinbußen außerhalb ihres Einflussbereichs sind so gut wie ausgeschlossen.