Was ist ein Konsumentenkredit? Definition, Tipps, Vergleich

​Was ist ein Konsumentenkredit? Kurz definiert handelt es sich um einen Kredit, den private Haushalte zur Finanzierung von Gebrauchsgütern oder Verbrauchsgütern aufnehmen. Ein anderer, häufig verwendeter Begriff ist Konsumkredit.

Die Nachfrage nach Konsumentenkrediten ist beachtlich. Fast jeder Verbraucher wird früher oder später ein Darlehen zu Konsumzwecken aufnehmen.

Dementsprechend umfangreich ist das Angebot an private Verbraucher.

Für Direktbanken und für die Onlineabteilungen der Sparkassen, genossenschaftlich organisierten Banken sowie der privaten Kreditinstitute sind Ratenkredite mit kleineren bis mittleren Kreditbeträgen und Laufzeiten bis höchstens 96 Monaten das hauptsächliche Kreditprodukt.

Verbraucher auf der anderen Seite profitieren bei der Suche nach der günstigsten Kreditlösung von der Angebotsvielfalt im Internet, sofern sie einen der kostenlosen und unverbindlichen Kreditvergleiche nutzen.

Konsumkredit Vergleich

Legen Sie Wert darauf, das günstigste Konsumkredit-Angebot ausfindig zu machen, kommen Sie um die Einschaltung eines Kreditvergleichs nicht herum.

Auf eigene Faust werden Sie das Darlehensangebot mit den individuell besten Konditionen kaum entdecken können.

Erforderlich wären 20 oder 30 Kreditanfragen und die anschließende Auswertung der daraufhin eingehenden Kreditangebote aller Banken.

Der bloße Vergleich der allgemeinen Produktbeschreibungen auf den Webseiten reicht nämlich nicht aus.

Ob und zu welchen Konditionen Sie einen Konsumentenkredit von einer bestimmten Bank erhalten, können Sie ausschließlich konkreten Angeboten entnehmen.

Denn Banken ermitteln Kreditkonditionen, vor allem Zinskonditionen, immer individuell nach Auswertung persönlicher und wirtschaftlicher Verhältnisse des Kunden im Rahmen einer Bonitätsprüfung.

Schalten Sie hingegen einen Kreditvergleich ein, müssen Sie lediglich eine so einfach wie möglich gehaltene, schufaneutrale Kreditanfrage ausfüllen.

In Sekundenschnelle erhalten Sie eine Reihe von individuellen Kreditangeboten, die Sie in Ruhe vergleichen können.

Sind Sie mit einem Angebot einverstanden, können Sie den Kredit mit der Bank abschließen. Ist das nicht der Fall, lassen Sie die Sache einfach auf sich beruhen.

In wenigen Schritten zum Wunschkredit:

1.

Stellen Sie Kreditbetrag, Laufzeit und Verwendungszweck ein. Wählen Sie aus der Anbieterliste ein Angebot aus, welches Ihrer Meinung nach für Sie am ehesten infrage kommt. Ein Anhaltspunkt bietet das repräsentative Beispiel unterhalb der jeweiligen Produktbeschreibung.

2.

Klicken Sie auf „Weiter“. Sie gelangen zur Antragsstrecke. Entscheiden Sie, ob Sie das Konsumentendarlehen allein oder zusammen mit einer weiteren Person abschließen möchten. Füllen Sie die weiteren Elemente der Antragsstrecke aus. Senden Sie das Formular ab.

3.

Sie erhalten sofort einige Kreditangebote mit den günstigsten Konditionen. Das Angebot des von Ihnen ursprünglich ausgewählten Kreditinstituts wird darunter sein. Entspricht ein Angebot Ihren Vorstellungen, können Sie jetzt den Kreditabschluss mit der Bank online in die Wege leiten.

Konsumentenkredit: eine ausführliche Definition.

Konsumentenkredite werden zur Finanzierung von Konsumwünschen an Privatpersonen zu privaten Zwecken vergeben. Finanziert werden sogenannte Gebrauchsgüter und Verbrauchsgüter.

Unter Gebrauchsgütern werden in diesem Zusammenhang vor allem übliche Anschaffungen für private Zwecke verstanden, die vom Kreditnehmer für eine bestimmte Dauer genutzt werden und deren Wert durch den Gebrauch mit der Zeit abnimmt. Kraftfahrzeuge und Wohnungseinrichtungen sind Beispiele.

Immobilien hingegen sind keine Gebrauchsgüter. Deshalb gehören Immobiliendarlehen nicht zu den Immobilienkrediten.

Verbrauchsgüter sind Gegenstände, die durch die Nutzung vernichtet werden. Lebensmittel und Kraftstoffe sind Beispiele.

Zu den Verbrauchsgegenständen im weitesten Sinne gehören auch Dienstleistungen, die mit Konsumentendarlehen finanziert werden können. Beispiele sind die reinen Behandlungskosten bei einem Arzt oder die Kreditfinanzierung von Urlaubsreisen.

Konsumentenkredite unterscheiden sich von anderen Darlehensformen durch den Verwendungszweck: die Fremdfinanzierung von privatem Konsum.

Welche Kreditart hingegen zur Fremdfinanzierung herangezogen wird, ist nicht entscheidend. In Betracht kommen beispielsweise Dispositionskredite, Rahmenkredite und vor allem Ratenkredite.

In der Regel werden Konsumentendarlehen zur freien Verfügung vergeben. Kreditnehmer können jede Konsumausgabe ohne Einschränkung finanzieren.

Es gibt aber Ausnahmen. Konsumkredite können auch zweckgebunden vergeben werden. Zweckgebundene Autokredite sind ein Beispiel. Mit der Zweckbindung gehen in der Regel kleine Zinsvorteile einher.

Größere Konsumausgaben werden in der Regel mit Ratenkrediten finanziert. Ratenkredite haben für Konsumenten einige Vorteile.

  • Sie sind schnell verfügbar.
  • Die Konditionen (Laufzeit, Zinssatz) werden bei Vertragsschluss festgelegt und können durch die Bank nicht einseitig verändert werden.
  • Die monatlichen Belastungen (die Monatsrate aus Tilgung und Zinsen) sind vollständig kalkulierbar.

Rahmenkredite und Dispositionskredite können ebenso als Konsumentendarlehen genutzt werden.

Diese Darlehensarten sind flexibler, ihnen fehlt aber die Kalkulierbarkeit.

Beispielsweise werden Zinssätze an die Entwicklung eines Referenzzinssatzes gekoppelt und können sich in regelmäßigen Zeitabständen ändern.

Feste Laufzeiten gibt es nicht. Und die Rückzahlung ist in bestimmten Grenzen in das Belieben des Kreditnehmers gestellt.

Abgesehen von Dispositionskrediten bei der Hausbank werden die Zinssätze bei Konsumentenkrediten individuell festgesetzt.

Entscheidend für die Höhe des effektiven Jahreszinssatzes ist zunächst einmal die Bonität des Kunden, wie sie nach den Richtlinien der Bank ermittelt wird.

Zudem kommt es bei Ratenkrediten auf die Länge der vereinbarten Laufzeit und die Höhe des Darlehensbetrages an.

Schließlich sind für die Höhe des Zinssatzes bei Konsumentenkrediten die Marktlage und Umstände entscheidend, die allein im Einflussbereich der Bank liegen.

Dazu gehören aktuelle Marketingstrategien, Refinanzierungskosten, Verwaltungskosten und veranschlagte Gewinnmargen.

Einheitliche Zinsen für Konsumentenkredite gibt es deshalb nicht. Die Bundesbank veröffentlicht aber regelmäßig die aktuellen Durchschnittszinssätze bei Konsumentendarlehen für private Haushalte.

Nach den letzten Erhebungen betragen die effektiven Durchschnittszinssätze für Kredite mit variabler Verzinsung und Laufzeiten bis zu einem Jahr 8,80 %, für Darlehen mit Laufzeiten von einem Jahr bis zu fünf Jahren einschließlich 4,46 % und für Kredite mit Laufzeiten länger als fünf Jahre 6,45 %.

Vergabe von Konsumentenkrediten: Voraussetzungen

Konsumkredite werden an volljährige Personen vergeben, die eine Bankverbindung und den Wohnsitz in Deutschland haben. Voraussetzung ist außerdem die Feststellung der Identität des Kreditkunden.

Einige Kreditinstitute weisen ausdrücklich darauf hin, dass Antragsteller im eigenen Namen handeln müssen.

Wesentliche Voraussetzung für die Kreditvergabe ist eine ausreichende Bonität. Banken sind verpflichtet, sich ein Bild über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Kunden und das voraussichtliche Kreditausfallrisiko zu machen.

Bonitätsauskünfte bei Wirtschaftsauskunfteien (SCHUFA Auskunft) dienen der Kalkulation des voraussichtlichen Kreditausfallrisikos.

Außerdem müssen sich kreditgebende Banken ein Bild von den wirtschaftlichen Möglichkeiten des Kunden verschaffen.

Dazu dienen Angaben und Nachweise über Einkünfte und Ausgaben sowie über Einkommensquellen (beispielsweise Art und Dauer der Beschäftigung).

Die Höhe des Konsumentenkredits muss in einem angemessenen Verhältnis zum Einkommen stehen und der Kreditkunde muss in der Lage sein, die voraussichtliche Monatsrate bezahlen zu können.

Banken arbeiten oft mit Richtwerten, um die maximale Kredithöhe zu ermitteln. Arbeitnehmer können beispielsweise höchstens das 10 bis 15 fache des monatlichen Nettoeinkommens aufnehmen.

Neukunden erhalten Dispositionskredite meist nur in geringer Höhe. Später wird der Kreditrahmen aufgestockt, zum Beispiel auf das dreifache der regelmäßigen monatlichen Geldeingänge.

Einige Banken verlangen zusätzlich Einkommensnachweise, bevor sie einen Dispositionskredit einrichten oder den Kreditrahmen erhöhen.

Wichtige Konditionen bei Konsumentendarlehen

Ein möglichst günstiger effektiver Jahreszinssatz steht bei einem Kreditabschluss natürlich im Vordergrund.

Daneben gibt es aber weitere Kreditmerkmale, die nicht ganz unwichtig sind.

Die Einräumung kostenloser Sondertilgungen sorgt für Flexibilität während der Rückzahlungsphase.

Ohne Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen, können Kreditnehmer die Laufzeit im Nachhinein verkürzen und Kosten sparen.

Bei einigen Banken ist es außerdem möglich, die monatliche Rate durch Sonderzahlungen unter Beibehaltung der Laufzeit zu senken.

Am besten sind Konsumkredite mit kostenloser Gesamttilgung eines bestehenden Restsaldos. Diese Möglichkeit räumen aber nur sehr wenige Banken ein.

Die Möglichkeit von Ratenaussetzungen in einem fest vereinbarten Umfang hilft, eventuell entstehende finanzielle Engpässe ohne den Canossagang zur Bank zu überbrücken.

Beispielsweise kann im Kreditvertrag vereinbart werden, dass nach einer Anlaufzeit von sechs Monaten jeweils einmal im Jahr eine Rate ausgesetzt werden kann.

Mit einer Vereinbarung über eine Ratenanpassung können die Monatsraten gegebenenfalls an die finanzielle Situation angepasst werden.

Verbessert sich die Einkommensverhältnisse des Kreditnehmers während der Laufzeit, kann durch höhere Raten Geld gespart werden.

Im umgekehrten Fall ist es möglich, die Laufzeit durch eine Verringerung der Monatsrate zu verlängern.

Kreditbesicherung bei Konsumentendarlehen

Ist das Kreditvolumen verhältnismäßig niedrig und wird die Bonität als ausreichend eingeschätzt, begnügen sich die meisten Banken mit einer stillen Abtretung des pfändbaren Lohnanteils.

Banken lieben darüber hinaus einen zweiten Kreditnehmer. Kreditnehmer haben dann Zugriff auf das Einkommen und das Vermögen einer zusätzlichen Person.

Viele Banken machen die Mitunterzeichnung durch den Ehepartner oder den Lebenspartner zur Voraussetzung, wenn höhere Beträge aufgenommen werden sollen.

Einige Banken verlangen eine Mitunterzeichnung bereits ab einem Betrag in Höhe von 10.000 Euro, andere Kredit Institute erst ab einem Kreditbetrag in Höhe von 20.000 Euro.

Eine Mitunterzeichnung kann die Bonität auf Kreditnehmerseite verbessern, sodass günstigere Zinssätze ausgehandelt werden können. Voraussetzung ist, dass beide Kreditnehmer über regelmäßiges Einkommen verfügen.

Zwei Unterschriften können zudem erst eine Kreditaufnahme ermöglichen. Das ist der Fall, wenn die Bonität des Erstunterzeichners allein nicht ausreicht, um überhaupt ein Darlehen in der gewünschten Höhe zu erhalten.

Voraussetzung für den Abschluss zinsgünstiger zweckgebundener Kredite ist meistens eine Sicherungsübereignung des finanzierten Gegenstandes.

Bei zweckgebundenen Autokrediten müssen häufig zusätzlich die Zulassungsbescheinigung Teil II und eine Kopie des Kaufvertrages an das Kreditinstitut ausgehändigt werden.

Restschuldversicherungen dienen hingegen nicht der Kreditbesicherung. Sie haben außerdem keinen Einfluss auf die Höhe des gewährten Zinssatzes.

Banken kalkulieren die Zinssätze allein nach dem Kreditausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Restkreditversicherungen.

Für Banken können Restkreditversicherungen ein gutes Geschäft sein, weil sie häufig Provisionen für den Abschluss einstreichen.

Für Kreditnehmer hingegen sind Restschuldversicherungen teuer. Die Kostenbelastung durch eine Kreditaufnahme mit Restschuldversicherung steigt erheblich, während der gebotene Versicherungsschutz nicht selten mager ausfällt.

Der Abschluss von Restkreditversicherungen ist in der Regel optional. Er wird nicht zur unabdingbaren Voraussetzung für den Kreditabschluss gemacht. Deswegen sind die Kosten nicht im effektiven Jahreszinssatz enthalten.